Analyse mit Negativity Bias und Aufmerksamkeitsökonomie
📖 Lesedauer: 5 Minuten – [Jump to English version]
Datum: 2026-01-18
1. EREIGNIS & KONTEXT
Es ist 23:47 Uhr. Du wolltest eigentlich schlafen, aber stattdessen scrollst du durch deinen News-Feed: Klimakrise, Kriege, politische Skandale, Wirtschaftskrisen. Jede Schlagzeile düsterer als die vorherige. Du weißt, dass es dir nicht guttut – und doch scrollst du weiter. Willkommen beim “Doom Scrolling”.
Das Phänomen hat seit der COVID-19-Pandemie einen Namen bekommen, aber das Verhalten ist älter: Der zwanghafte Konsum negativer Nachrichten, obwohl (oder gerade weil) sie uns ängstigen, stressen und erschöpfen. Studien zeigen, dass exzessiver Nachrichtenkonsum mit erhöhten Angst- und Depressionswerten korreliert. Dennoch verbringen Menschen durchschnittlich 2-3 Stunden täglich mit Nachrichtenkonsum – Tendenz steigend.
Gleichzeitig florieren die Krisen-Headlines: “Worst case scenario”, “Unprecedented catastrophe”, “Breaking: Disaster strikes”. Medien scheinen uns systematisch mit negativen Nachrichten zu füttern. Positive Nachrichten – wie sie etwa das Projekt “Squirrel News” sammelt – bleiben marginalisiert.
Dies wirft mehrere Fragen auf: Warum können wir negative Nachrichten nicht ignorieren? Warum produzieren Medien überwiegend negative Inhalte? Und was bedeutet das für unsere psychische Gesundheit und demokratische Öffentlichkeit?
Zentrale Fakten:
- Durchschnittlich 2-3 Stunden täglicher Nachrichtenkonsum (Pew Research, 2024)
- 73% der Nachrichtenschlagzeilen sind negativ (Media Tenor, 2023)
- Korrelation zwischen exzessivem Nachrichtenkonsum und Angststörungen (mehrere Studien)
- Positive Nachrichten-Initiativen wie Squirrel News, Positive News, Good News Network entstehen als Gegentrend
Quellen: Pew Research Center, Media Tenor, Journal of Anxiety Disorders
2. THEORETISCHE LINSEN
A) Negativity Bias: Die evolutionspsychologische Perspektive
Der Negativity Bias beschreibt die psychologische Tendenz, negativen Informationen mehr Aufmerksamkeit zu schenken als positiven. Menschen erinnern sich besser an negative Ereignisse, reagieren emotional stärker auf Bedrohungen und gewichten schlechte Nachrichten schwerer als gute.
Evolutionspsychologisch macht dies Sinn: Unsere Vorfahren, die Gefahren (Raubtiere, Giftpflanzen, feindliche Gruppen) ignorierten, überlebten nicht. Wer dagegen hyperwachsam auf Bedrohungen reagierte, hatte bessere Überlebenschancen. Diese “better safe than sorry”-Strategie ist tief in unserer kognitiven Architektur verankert.
Moderne Neurowissenschaft bestätigt: Die Amygdala – unser Angstzentrum – reagiert schneller und intensiver auf negative Stimuli. Positive Informationen benötigen längere Verarbeitung im präfrontalen Kortex.
Anwendung auf Doom Scrolling: Doom Scrolling ist die digitale Manifestation unseres Negativity Bias. Jede negative Schlagzeile triggert unser uraltes Bedrohungsdetektionssystem: “Das könnte gefährlich sein – ich muss mehr wissen!” Unser Gehirn behandelt Nachrichten über Kriege, Krisen und Katastrophen wie unmittelbare Bedrohungen, obwohl sie geografisch und zeitlich oft weit entfernt sind.
Die Endlosigkeit des Scrollens verstärkt den Effekt: Es gibt immer eine weitere potenzielle Bedrohung zu entdecken. Das Gehirn kann nie “Entwarnung” geben, weil der Feed nie endet. Zudem: Negative Emotionen erzeugen physiologische Erregung (erhöhter Puls, Cortisol-Ausschüttung), die paradoxerweise aktivierend wirkt – wir fühlen uns “wach” und “informiert”.
Die Hypervigilanz wird durch die algorithmische Kuratierung verstärkt: Wenn wir auf eine negative Nachricht klicken, lernt der Algorithmus “User interessiert sich für Krisen” und serviert mehr davon. Ein selbstverstärkender Kreislauf entsteht.
Grenzen: Die Theorie erklärt individuelle Prädispositionen, aber nicht die strukturellen Bedingungen. Warum hat Doom Scrolling gerade jetzt Hochkonjunktur? Sie übersieht auch kulturelle Unterschiede im Umgang mit negativen Informationen und die Rolle medialer Produktionslogiken. Zudem: Wenn Negativity Bias evolutionär universal ist, warum leiden manche Menschen mehr unter Doom Scrolling als andere?
B) Aufmerksamkeitsökonomie: Die mediensoziologische Perspektive
Die Aufmerksamkeitsökonomie analysiert Aufmerksamkeit als knappe Ressource in informationsüberfluteten Gesellschaften. Medien konkurrieren um diese Ressource, da Aufmerksamkeit direkt in ökonomischen Wert übersetzt wird (Werbeeinnahmen, Abonnements, Klicks).
Negative Nachrichten haben einen höheren “Nachrichtenwert”: Sie sind überraschend, konfliktreich, dramatisch und emotional aktivierend – alles Faktoren, die Aufmerksamkeit erzeugen. Die Medienlogik folgt dem Prinzip “If it bleeds, it leads” (Wenn es blutet, kommt es auf die Titelseite).
Diese Logik wird durch Plattformkapitalismus verschärft: Algorithmen maximieren “Engagement” (Klicks, Verweildauer, Shares). Negative Inhalte erzeugen nachweislich mehr Engagement – nicht weil sie “besser” sind, sondern weil sie unser emotionales Aktivierungssystem triggern.
Anwendung auf Doom Scrolling: Medien füttern uns mit negativen Nachrichten, weil es sich rechnet. Jeder Klick auf “BREAKING: Catastrophe!” generiert Werbeeinnahmen. Redaktionen optimieren Headlines für maximale Klickraten – oft durch Dramatisierung und Emotionalisierung.
Die Plattformökonomie verstärkt dies: Social Media Algorithmen priorisieren Inhalte, die hohe Interaktion generieren. Negative Nachrichten werden häufiger geteilt, kommentiert und diskutiert – also werden sie algorithmisch bevorzugt. User-Interface-Design (infinite scroll, push notifications, rote Badges) ist gezielt auf maximale Nutzungszeit optimiert, nicht auf Wohlbefinden.
Journalistische Qualitätsmedien stehen unter ökonomischem Druck: Clickbait-Headlines konkurrieren mit sorgfältiger Berichterstattung. Positive Nachrichten – wie bei Squirrel News – haben es schwer, weil sie weniger Klicks generieren und gegen die Plattformlogik ankämpfen müssen.
Die Krise wird zum Geschäftsmodell: Permanente Alarmierung hält User engaged und generiert Profit. Medien haben einen Anreiz, Bedrohungen zu amplifizieren, nicht zu relativieren.
Grenzen: Die Theorie erklärt medienökonomische Strukturen, unterschätzt aber individuelle Agency. Nicht alle Menschen sind gleichermaßen anfällig für Clickbait. Sie vernachlässigt auch qualitätsjournalistische Bemühungen um ausgewogene Berichterstattung und normative Fragen: Sollten Medien Verantwortung für psychische Gesundheit übernehmen? Zudem: Die Theorie kann nicht erklären, warum manche Nutzer bewusst zu Alternativen wie Squirrel News wechseln.
3. SYNTHESE & ANALYSE
Die beiden Perspektiven sind hochkomplementär und zeigen ein fatales Zusammenspiel: Unsere evolutionäre Negativity Bias trifft auf eine Medienökonomie, die diese Bias systematisch ausnutzt. Das Ergebnis: Eine toxische Feedbackschleife.
Das perfekte Match: Individuelle Psychologie und Systemlogik verstärken sich gegenseitig. Medien produzieren negative Inhalte, weil unser Gehirn darauf anspringt. Unser Gehirn springt darauf an, weil Evolution uns so verdrahtet hat. Algorithmen lernen, diese Verdrahtung zu maximieren. User können sich dem kaum entziehen, weil sowohl biologische als auch strukturelle Kräfte sie in Richtung Doom Scrolling drängen.
Die Spirale: Je mehr wir negative Nachrichten konsumieren, desto mehr glauben wir, die Welt sei bedrohlich (Mean World Syndrome). Das erhöht unsere Vigilanz, was uns noch mehr Nachrichten konsumieren lässt. Medien registrieren das erhöhte Interesse an Krisen und produzieren mehr davon. Algorithmen verstärken den Effekt durch personalisierte Negativfilter.
Was beide Ansätze tendenziell unterbeleuchten:
- Historische Dimension: Ist die Welt wirklich negativer geworden, oder berichten Medien negativer? Langfristige Trends (Steven Pinker) zeigen oft Verbesserungen, die medial unsichtbar bleiben.
- Digitale Spezifität: Warum ist Doom Scrolling intensiver als früher Zeitunglesen? Die Endlosigkeit des Feeds, die Unmittelbarkeit, die visuelle Intensität (Videos, Fotos) – all das fehlt in klassischen Medien.
- Klassenspezifik: Wer kann es sich leisten, Nachrichten zu ignorieren? Wer hat Zugang zu Alternativen wie Squirrel News? Informationsprivileg spielt eine Rolle.
- Lösungsansätze: Beide Theorien sind eher diagnostisch als therapeutisch. Wie können wir aus der Spirale ausbrechen? Digital Detox? Medienregulierung? Algorithmenreform? Förderung konstruktiver Nachrichten?
- Positive Alternativen: Warum funktionieren Projekte wie Squirrel News (noch) nicht im Mainstream? Liegt es nur an der Ökonomie, oder auch an kulturellen Normen (“Seriöse Nachrichten müssen ernst/düster sein”)?
Der Ausweg: Individuelle Strategien (bewusster Konsum, Zeit-Limits, kuratierte Quellen wie Squirrel News) können helfen, lösen aber nicht das Strukturproblem. Systemische Änderungen – alternative Geschäftsmodelle für Medien, Algorithmen-Regulation, Medienbildung – sind notwendig. Zudem: Die Kultivierung einer “konstruktiven Nachrichtenkultur”, die Lösungen statt nur Probleme berichtet.
4. LITERATUREMPFEHLUNGEN
Einführend: Roy F. Baumeister et al.: Bad Is Stronger Than Good (Review of General Psychology, 2001) Klassischer Überblicksartikel zum Negativity Bias mit zahlreichen empirischen Belegen. Zeigt, wie fundamental die menschliche Präferenz für negative Information ist – von Beziehungen bis Politik.
Vertiefend: Tim Wu: The Attention Merchants: The Epic Scramble to Get Inside Our Heads (2016) Historische und theoretische Analyse der Aufmerksamkeitsökonomie von Radio bis Social Media. Zeigt, wie Medien systematisch um Aufmerksamkeit konkurrieren und dabei oft gegen Nutzerinteressen handeln.
Ein bisschen Soziologie schadet nie. Deine tägliche Portion Soziologie aus dem SocioloVerse.AI
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Doom Scrolling: Why We Can’t Stop Consuming Negative News
Analysis through Negativity Bias and Attention Economics
📖 Reading time: 5 minutes
Date: January 18, 2026
1. EVENT & CONTEXT
It’s 11:47 PM. You meant to go to sleep, but instead you’re scrolling through your news feed: climate crisis, wars, political scandals, economic disasters. Each headline darker than the last. You know it’s not good for you – yet you keep scrolling. Welcome to “doom scrolling.”
The phenomenon got its name during the COVID-19 pandemic, but the behavior is older: the compulsive consumption of negative news, even though (or precisely because) it frightens, stresses, and exhausts us. Studies show that excessive news consumption correlates with elevated anxiety and depression levels. Yet people spend an average of 2-3 hours daily consuming news – and the trend is rising.
Meanwhile, crisis headlines flourish: “Worst case scenario,” “Unprecedented catastrophe,” “Breaking: Disaster strikes.” Media seem to systematically feed us negative news. Positive news – like those collected by projects such as “Squirrel News” – remain marginalized.
This raises several questions: Why can’t we ignore negative news? Why do media predominantly produce negative content? And what does this mean for our mental health and democratic public sphere?
Key Facts:
- Average 2-3 hours daily news consumption (Pew Research, 2024)
- 73% of news headlines are negative (Media Tenor, 2023)
- Correlation between excessive news consumption and anxiety disorders (multiple studies)
- Positive news initiatives like Squirrel News, Positive News, and Good News Network emerging as counter-trends
Sources: Pew Research Center, Media Tenor, Journal of Anxiety Disorders
2. THEORETICAL LENSES
A) Negativity Bias: The Evolutionary Psychology Perspective
Negativity bias describes the psychological tendency to pay more attention to negative information than positive. People remember negative events better, react more emotionally to threats, and weigh bad news more heavily than good news.
From an evolutionary psychology standpoint, this makes sense: Our ancestors who ignored dangers (predators, poisonous plants, hostile groups) didn’t survive. Those who were hyper-vigilant to threats had better survival chances. This “better safe than sorry” strategy is deeply embedded in our cognitive architecture.
Modern neuroscience confirms: the amygdala – our fear center – reacts faster and more intensely to negative stimuli. Positive information requires longer processing in the prefrontal cortex.
Application to Doom Scrolling: Doom scrolling is the digital manifestation of our negativity bias. Every negative headline triggers our ancient threat detection system: “This could be dangerous – I need to know more!” Our brain treats news about wars, crises, and catastrophes as immediate threats, even when they’re geographically and temporally distant.
The endlessness of scrolling amplifies the effect: there’s always another potential threat to discover. The brain can never sound the “all clear” because the feed never ends. Moreover, negative emotions generate physiological arousal (elevated pulse, cortisol release) that paradoxically feels activating – we feel “awake” and “informed.”
Hypervigilance is reinforced by algorithmic curation: when we click on negative news, the algorithm learns “user interested in crises” and serves more of the same. A self-reinforcing cycle emerges.
Limitations: The theory explains individual predispositions but not structural conditions. Why is doom scrolling peaking now? It also overlooks cultural differences in handling negative information and the role of media production logic. Moreover, if negativity bias is evolutionarily universal, why do some people suffer more from doom scrolling than others?
B) Attention Economics: The Media Sociology Perspective
Attention economics analyzes attention as a scarce resource in information-overloaded societies. Media compete for this resource because attention directly translates into economic value (advertising revenue, subscriptions, clicks).
Negative news has higher “news value”: it’s surprising, conflict-laden, dramatic, and emotionally activating – all factors that generate attention. Media logic follows the principle “If it bleeds, it leads.”
This logic is intensified by platform capitalism: algorithms maximize “engagement” (clicks, dwell time, shares). Negative content demonstrably generates more engagement – not because it’s “better,” but because it triggers our emotional activation system.
Application to Doom Scrolling: Media feed us negative news because it pays. Every click on “BREAKING: Catastrophe!” generates advertising revenue. Editorial teams optimize headlines for maximum click-through rates – often through dramatization and emotionalization.
Platform economics amplify this: social media algorithms prioritize content generating high interaction. Negative news gets shared, commented on, and discussed more frequently – so it’s algorithmically favored. User interface design (infinite scroll, push notifications, red badges) is deliberately optimized for maximum usage time, not well-being.
Quality journalism faces economic pressure: clickbait headlines compete with careful reporting. Positive news – like at Squirrel News – struggle because they generate fewer clicks and must fight against platform logic.
Crisis becomes a business model: permanent alarmism keeps users engaged and generates profit. Media have an incentive to amplify threats, not contextualize them.
Limitations: The theory explains media-economic structures but underestimates individual agency. Not everyone is equally susceptible to clickbait. It also neglects quality journalism efforts for balanced reporting and normative questions: Should media take responsibility for mental health? Moreover, the theory cannot explain why some users consciously switch to alternatives like Squirrel News.
3. SYNTHESIS & ANALYSIS
The two perspectives are highly complementary and reveal a fatal interaction: our evolutionary negativity bias meets a media economy that systematically exploits this bias. The result: a toxic feedback loop.
The Perfect Match: Individual psychology and system logic reinforce each other. Media produce negative content because our brains respond to it. Our brains respond because evolution wired us this way. Algorithms learn to maximize this wiring. Users can barely escape because both biological and structural forces push them toward doom scrolling.
The Spiral: The more negative news we consume, the more we believe the world is threatening (Mean World Syndrome). This increases our vigilance, making us consume even more news. Media register the increased interest in crises and produce more of it. Algorithms amplify the effect through personalized negativity filters.
What both approaches tend to underilluminate:
- Historical Dimension: Has the world really become more negative, or do media report more negatively? Long-term trends (Steven Pinker) often show improvements that remain media-invisible.
- Digital Specificity: Why is doom scrolling more intense than newspaper reading used to be? The endlessness of the feed, the immediacy, the visual intensity (videos, photos) – all absent in traditional media.
- Class Specificity: Who can afford to ignore news? Who has access to alternatives like Squirrel News? Information privilege plays a role.
- Solution Approaches: Both theories are more diagnostic than therapeutic. How can we break the spiral? Digital detox? Media regulation? Algorithm reform? Promoting constructive news?
- Positive Alternatives: Why don’t projects like Squirrel News (yet) work in the mainstream? Is it only economics, or also cultural norms (“Serious news must be grave/somber”)?
The Way Out: Individual strategies (conscious consumption, time limits, curated sources like Squirrel News) can help but don’t solve the structural problem. Systemic changes – alternative business models for media, algorithm regulation, media literacy education – are necessary. Additionally: cultivating a “constructive news culture” that reports solutions, not just problems.
4. LITERATURE RECOMMENDATIONS
Introductory: Roy F. Baumeister et al.: Bad Is Stronger Than Good (Review of General Psychology, 2001) Classic review article on negativity bias with numerous empirical findings. Shows how fundamental the human preference for negative information is – from relationships to politics.
Advanced: Tim Wu: The Attention Merchants: The Epic Scramble to Get Inside Our Heads (2016) Historical and theoretical analysis of attention economics from radio to social media. Shows how media systematically compete for attention, often acting against user interests.
Ein bisschen Soziologie schadet nie. Deine tägliche Portion Soziologie aus dem SocioloVerse.AI
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