Drei Menschenbilder: Homo sociologicus, Homo oeconomicus, Zoon politikon

Soziologie in einfacher Sprache

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Bin ich ein rationaler Rechner, ein soziales Wesen oder ein politisches Tier?

Stell dir vor, du sitzt in einem Café.

Du willst einen Kaffee bestellen. Was passiert in diesem Moment in deinem Kopf?

Ein Ökonom würde sagen: Du berechnest Kosten und Nutzen. Ist der Kaffee das Geld wert? Gibt es bessere Alternativen?

Ein Soziologe würde sagen: Du spielst eine soziale Rolle. Du verhältst dich, wie man sich in einem Café verhält. Du schaust, was andere bestellen.

Ein Politologe würde sagen: Du handelst als Teil einer Gemeinschaft. Deine Entscheidung hat mit Macht und Zugehörigkeit zu tun.

Wer hat recht?

Alle drei. Und das ist das Problem – oder besser: das Spannende!

Die Sozialwissenschaften haben unterschiedliche Bilder vom Menschen. Jedes Bild erklärt einen Teil der Wahrheit. Aber jedes Bild lässt auch etwas weg.

In diesem Artikel lernst du drei wichtige Menschenbilder kennen:

  • Den Homo sociologicus (der soziale Mensch)
  • Den Homo oeconomicus (der wirtschaftliche Mensch)
  • Das Zoon politikon (das politische Tier)

Diese drei Begriffe klingen kompliziert. Aber sie helfen dir zu verstehen, warum Menschen tun, was sie tun.


Was ist ein Menschenbild überhaupt?

Ein Menschenbild ist wie eine Brille.

Wenn du eine Brille aufsetzt, siehst du die Welt anders. Manche Dinge werden klarer. Andere Dinge verschwimmen.

Wissenschaftler nutzen Menschenbilder wie Brillen. Sie helfen zu erklären, warum Menschen sich verhalten, wie sie sich verhalten.

Aber: Keine Brille zeigt die ganze Wahrheit.

Jedes Menschenbild hat Stärken und Schwächen. Deshalb ist es wichtig, mehrere Menschenbilder zu kennen.

Zwischenzusammenfassung: Ein Menschenbild ist eine wissenschaftliche Annahme darüber, wie Menschen funktionieren. Es ist wie eine Brille, die manche Dinge klar zeigt und andere ausblendet.


1. Der Homo sociologicus – Der Mensch als Rollenträger

Was bedeutet Homo sociologicus?

Der deutsche Soziologe Ralf Dahrendorf (1929-2009) hat diesen Begriff 1958 berühmt gemacht.

Homo sociologicus bedeutet wörtlich: “der soziologische Mensch”.

Die Grundidee ist einfach: Menschen spielen soziale Rollen.

Wie im Theater hat jeder Mensch verschiedene Rollen:

  • Morgens bist du Tochter oder Sohn
  • In der Uni bist du Student oder Studentin
  • Im Café bist du Kunde oder Kundin
  • Abends bist du Freund oder Freundin

Jede Rolle hat Erwartungen. Die Gesellschaft sagt dir, wie du dich verhalten sollst.

Als Student wird erwartet: Du kommst pünktlich. Du hörst zu. Du machst Notizen.

Als Kunde wird erwartet: Du bist höflich. Du bezahlst. Du gehst wieder.

Wie funktioniert das in der Praxis?

Menschen lernen ihre Rollen durch Sozialisation (Erziehung, Schule, Freunde).

Ein Beispiel: Dein erstes Mal in einem schicken Restaurant.

Du weißt nicht genau, wie du dich verhalten sollst. Also schaust du, was andere machen. Du kopierst ihre Rolle. So lernst du, wie man sich in schicken Restaurants verhält.

Das Menschenbild sagt: Menschen wollen dazugehören. Deshalb passen sie sich an. Sie erfüllen die Erwartungen ihrer Rollen.

Was sind die Grenzen?

Dahrendorf selbst hat gesagt: Der Homo sociologicus ist zu simpel.

Menschen sind nicht nur Rollenspieler. Sie können auch:

  • Rollen ablehnen
  • Neue Rollen erfinden
  • Gegen Erwartungen rebellieren

Zwischenzusammenfassung: Der Homo sociologicus ist ein Mensch, der soziale Rollen spielt. Er passt sich an die Erwartungen der Gesellschaft an. Dieses Bild erklärt gut, warum Menschen konform handeln. Aber es erklärt nicht, warum Menschen manchmal rebellieren.


2. Der Homo oeconomicus – Der Mensch als rationaler Rechner

Was bedeutet Homo oeconomicus?

Homo oeconomicus bedeutet: “der wirtschaftliche Mensch”.

Dieses Menschenbild kommt aus der Wirtschaftswissenschaft.

Die Grundidee: Menschen handeln rational.

Rational heißt: Du wägst Kosten gegen Nutzen ab. Du wählst die beste Option.

Ein Beispiel: Du willst ein neues Handy kaufen.

Der Homo oeconomicus würde:

  1. Alle Preise vergleichen
  2. Alle Funktionen prüfen
  3. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis wählen

Keine Emotionen. Keine Gewohnheiten. Nur kalte Berechnung.

Rational Choice Theorie

In der Soziologie gibt es die Rational Choice Theorie. Sie nutzt den Homo oeconomicus.

Die Theorie sagt: Menschen treffen rationale Entscheidungen. Sie maximieren ihren Nutzen.

Warum gehst du zur Uni? Weil du berechnest: Ein Abschluss bringt dir später mehr Geld und Status.

Warum hilfst du jemandem? Weil du berechnest: Wenn ich helfe, hilft man mir später auch.

Was sind die Grenzen?

Menschen sind nicht immer rational.

Die Behavioral Economics (Verhaltensökonomie) hat das bewiesen.

Berühmtes Experiment von Daniel Kahneman (Nobelpreis 2002):

Du bekommst zwei Optionen:

  • Option A: Du bekommst sicher 50 Euro
  • Option B: 50% Chance auf 100 Euro, 50% Chance auf 0 Euro

Rational wäre: Beide Optionen sind gleich gut (Erwartungswert = 50 Euro).

Aber: Die meisten Menschen wählen Option A. Sie sind risikoavers (vorsichtig).

Das ist nicht rational. Das ist emotional.

Weitere Beispiele, wo Menschen nicht rational handeln:

  • Wir kaufen teure Markenprodukte, obwohl billige gleich gut sind
  • Wir rauchen, obwohl es uns schadet
  • Wir prokrastinieren, obwohl es uns schadet

Tech-Bezug: Algorithmen und Menschenbilder

Spannende Frage: Welches Menschenbild steckt in Algorithmen?

Die meisten Algorithmen gehen vom Homo oeconomicus aus. Sie denken: Menschen sind rational.

Netflix denkt: Du wählst rational die besten Filme.

Amazon denkt: Du kaufst rational die besten Produkte.

Facebook denkt: Du likest rational die besten Inhalte.

Aber: Menschen sind nicht rational. Deshalb scheitern viele Algorithmen.

Ein Beispiel: YouTube empfiehlt immer extremere Videos. Warum? Der Algorithmus denkt, du wählst rational, was dich am meisten interessiert. Aber Menschen klicken oft impulsiv auf reißerische Titel.

Das zeigt: Menschenbilder haben Konsequenzen. Auch in der Technologie.

Zwischenzusammenfassung: Der Homo oeconomicus ist ein Mensch, der rational rechnet. Er maximiert seinen Nutzen. Dieses Bild erklärt gut ökonomische Entscheidungen. Aber es ignoriert Emotionen, Gewohnheiten und irrationales Verhalten. Viele Algorithmen nutzen dieses Menschenbild – mit Problemen.


3. Das Zoon politikon – Der Mensch als politisches Wesen

Was bedeutet Zoon politikon?

Zoon politikon kommt aus dem Altgriechischen. Es bedeutet: “das politische Tier”.

Der Philosoph Aristoteles (384-322 v. Chr.) hat den Begriff erfunden.

Die Grundidee: Menschen brauchen Gemeinschaft.

Ein Mensch allein ist kein Mensch. Menschen leben in der Polis (der Gemeinschaft).

In der Gemeinschaft reden Menschen miteinander. Sie streiten. Sie entscheiden gemeinsam.

Das macht Menschen zu Menschen.

Was bedeutet “politisch”?

Achtung: “Politisch” meint hier nicht Parteien oder Wahlen.

Es meint: Menschen gestalten ihr Zusammenleben gemeinsam.

Überall, wo Menschen zusammen sind, gibt es Politik:

  • In der Familie (Wer entscheidet was?)
  • In der WG (Wie verteilen wir Aufgaben?)
  • In der Uni (Wer hat Macht?)
  • Im Café (Wer gehört dazu, wer nicht?)

Hannah Arendt und das politische Handeln

Die Philosophin Hannah Arendt (1906-1975) hat diese Idee weiterentwickelt.

Sie sagt: Handeln bedeutet, mit anderen zu sprechen.

Wenn du allein bist, handelst du nicht politisch. Du arbeitest vielleicht. Du denkst vielleicht. Aber du handelst nicht.

Politisches Handeln braucht:

  • Pluralität (verschiedene Menschen)
  • Öffentlichkeit (einen gemeinsamen Raum)
  • Sprache (Kommunikation)

Ein Beispiel: Eine Demo.

Menschen kommen zusammen. Sie sprechen. Sie zeigen sich. Sie fordern etwas.

Das ist politisches Handeln. Das macht Menschen zu Zoon politikon.

Was sind die Grenzen?

Das Zoon politikon erklärt gut, warum Menschen Gemeinschaften brauchen.

Aber: Es erklärt nicht, warum Menschen manchmal egoistisch handeln. Es erklärt nicht, warum Menschen Gemeinschaften auch verlassen oder zerstören.

Zwischenzusammenfassung: Das Zoon politikon ist ein Mensch, der Gemeinschaft braucht. Er lebt mit anderen zusammen. Er gestaltet die Gesellschaft durch Sprechen und Handeln. Dieses Bild erklärt gut politisches und soziales Engagement. Aber es unterschätzt Individualismus und Egoismus.


Vergleich: Die drei Menschenbilder im Überblick

AspektHomo sociologicusHomo oeconomicusZoon politikon
HauptfrageWas erwartet die Gesellschaft von mir?Was bringt mir am meisten Nutzen?Wie gestalten wir unser Zusammenleben?
MotivationDazugehören, Rollen erfüllenNutzen maximierenGemeinschaft bilden
Typisches VerhaltenKonform, angepasstRational, berechnendPartizipativ, engagiert
StärkeErklärt soziale NormenErklärt ökonomische EntscheidungenErklärt politisches Handeln
SchwächeIgnoriert RebellionIgnoriert EmotionenUnterschätzt Egoismus
BeispielDu trägst im Büro formelle KleidungDu vergleichst Preise beim EinkaufenDu gehst zur Klimademo

Drei Beispiele aus dem echten Leben

Beispiel 1: Social Media Nutzung

Stell dir vor, du postest ein Foto auf Instagram.

Als Homo sociologicus: Du erfüllst die Rolle “Instagram-User”. Du postest, was andere auch posten. Du nutzt Filter, wie es erwartet wird.

Als Homo oeconomicus: Du berechnest: Welches Foto bringt die meisten Likes? Du optimierst für maximale Reichweite.

Als Zoon politikon: Du zeigst dich anderen. Du kommunizierst. Du nimmst teil an einer digitalen Gemeinschaft.

Was stimmt? Vermutlich alles ein bisschen.

Beispiel 2: Jobwahl

Du musst dich zwischen zwei Jobs entscheiden.

Als Homo sociologicus: Du fragst: Was erwarten meine Eltern? Was ist die “normale” Wahl für jemanden wie mich?

Als Homo oeconomicus: Du rechnest: Welcher Job zahlt besser? Wo sind die Aufstiegschancen größer?

Als Zoon politikon: Du fragst: Wo kann ich etwas bewegen? Wo kann ich mit anderen etwas gestalten?

Beispiel 3: Verhalten in der Pandemie

Während Corona mussten Menschen Masken tragen.

Homo sociologicus: Ich trage eine Maske, weil es von mir erwartet wird. Ich will nicht negativ auffallen.

Homo oeconomicus: Ich berechne: Was kostet mich die Maske? Was bringt sie mir? Wie hoch ist mein persönliches Risiko?

Zoon politikon: Ich trage eine Maske, weil wir uns gegenseitig schützen müssen. Das ist solidarisches Handeln in der Gemeinschaft.

Alle drei Motivationen existierten in der Realität.

Zwischenzusammenfassung: In der Realität sind Menschen immer eine Mischung aus allen drei Bildern. Je nach Situation ist mal das eine, mal das andere wichtiger. Das ist keine Schwäche – das ist Komplexität.


Warum ist das wichtig? Der “So what?”-Moment

Du fragst dich vielleicht: Warum soll ich das wissen?

Hier sind drei gute Gründe:

1. Du verstehst Diskussionen besser

Wenn Politiker streiten, nutzen sie oft verschiedene Menschenbilder.

Linke Politiker sagen oft: Menschen brauchen Gemeinschaft. Sie denken vom Zoon politikon aus.

Liberale Politiker sagen oft: Menschen handeln rational. Sie denken vom Homo oeconomicus aus.

Wenn du die Menschenbilder kennst, verstehst du die Argumente besser.

2. Du hinterfragst Technologie kritischer

Wie gesagt: Algorithmen haben Menschenbilder.

Wenn du weißt, dass Netflix vom Homo oeconomicus ausgeht, kannst du die Empfehlungen kritischer sehen.

Wenn du weißt, dass Facebook das Zoon politikon ignoriert, verstehst du, warum Social Media oft so toxisch ist.

3. Du verstehst dich selbst besser

Vielleicht merkst du: In manchen Situationen bist du eher Homo sociologicus. In anderen eher Homo oeconomicus.

Das ist normal. Menschen sind komplex.

Aber wenn du das weißt, kannst du bewusster entscheiden: Will ich jetzt rational sein? Oder will ich auf die Gemeinschaft achten?


Glossar: Fachbegriffe Deutsch-Englisch

Homo sociologicus (lateinisch) = Sociological human
Der soziologische Mensch; ein Menschenbild, das davon ausgeht, dass Menschen soziale Rollen spielen und sich an gesellschaftliche Erwartungen anpassen.
Beispiel: “Dahrendorf kritisierte den Homo sociologicus als zu deterministisch.”

Homo oeconomicus (lateinisch) = Economic human
Der wirtschaftliche Mensch; ein Menschenbild, das davon ausgeht, dass Menschen rational handeln und ihren Nutzen maximieren.
Beispiel: “Die Rational Choice Theorie basiert auf dem Homo oeconomicus.”

Zoon politikon (altgriechisch) = Political animal
Das politische Tier; ein Menschenbild, das davon ausgeht, dass Menschen Gemeinschaft brauchen und durch Handeln und Sprechen die Gesellschaft gestalten.
Beispiel: “Aristoteles beschrieb den Menschen als Zoon politikon.”

Soziale Rolle (die) = Social role
Erwartungen an das Verhalten einer Person in einer bestimmten Position (z.B. Student, Mutter, Chef).
Beispiel: “Jeder Mensch hat mehrere soziale Rollen gleichzeitig.”

Rational Choice (englisch) = Rational choice
Rationale Wahl; eine Theorie, die davon ausgeht, dass Menschen Entscheidungen treffen, indem sie Kosten und Nutzen abwägen.
Beispiel: “Die Rational Choice Theorie wird oft kritisiert, weil Menschen nicht immer rational handeln.”


Übungen: Teste dein Wissen

Übung 1: Theoretische Reflexion (15 Minuten)

Erkläre einer Freundin oder einem Freund in eigenen Worten:

  • Was ist der Unterschied zwischen Homo sociologicus und Homo oeconomicus?
  • Gib je ein Alltagsbeispiel

Tipp: Nutze nicht die Fachbegriffe. Erkläre es so einfach wie möglich.

Übung 2: Qualitative Beobachtung (20 Minuten)

Beobachte dich selbst oder andere für 20 Minuten in einer Alltagssituation (z.B. in der Mensa, im Café, im Supermarkt).

Fragen:

  • Welches Verhalten zeigt den Homo sociologicus? (Menschen passen sich an)
  • Welches Verhalten zeigt den Homo oeconomicus? (Menschen rechnen)
  • Welches Verhalten zeigt das Zoon politikon? (Menschen gestalten gemeinsam)

Schreibe mindestens 3 Beobachtungen auf.

Übung 3: Hands-on Tech-Analyse (10 Minuten)

Öffne YouTube oder Netflix.

Schau dir die Empfehlungen an, die dir der Algorithmus zeigt.

Fragen:

  • Welches Menschenbild steckt im Algorithmus?
  • Berechnet der Algorithmus deinen Nutzen (Homo oeconomicus)?
  • Passt er sich an, was andere schauen (Homo sociologicus)?
  • Oder berücksichtigt er Gemeinschaft (Zoon politikon)?

Schreibe deine Analyse in 5-7 Sätzen.


Weiterführende Fragen zum Nachdenken

  1. Können Menschenbilder sich ändern? Wird der Mensch der Zukunft anders sein als der Mensch heute?
  2. Welches Menschenbild sollte in KI-Systemen stecken? Sollten Algorithmen davon ausgehen, dass Menschen rational sind? Oder sozial? Oder politisch?
  3. Gibt es ein “wahres” Menschenbild? Oder sind alle drei Bilder nur vereinfachte Modelle?

Literaturhinweise

Zitierte Werke

  • Dahrendorf, Ralf (1958): Homo Sociologicus: Ein Versuch zur Geschichte, Bedeutung und Kritik der Kategorie der sozialen Rolle. Köln: Westdeutscher Verlag.
  • Arendt, Hannah (1958): The Human Condition. Chicago: University of Chicago Press. [Deutsch: Vita activa oder Vom tätigen Leben]
  • Kahneman, Daniel (2011): Thinking, Fast and Slow. New York: Farrar, Straus and Giroux. [Deutsch: Schnelles Denken, langsames Denken]

Einstiegsliteratur (gut verständlich)

  • Thaler, Richard H. & Sunstein, Cass R. (2008): Nudge: Improving Decisions About Health, Wealth, and Happiness. New York: Penguin Books. [Auch auf Deutsch verfügbar]
    Warum empfohlen: Sehr unterhaltsam geschrieben. Zeigt mit vielen Beispielen, dass Menschen nicht rational sind. Gut für Tech-Interessierte, weil es um Design von Entscheidungen geht.
  • Ariely, Dan (2008): Predictably Irrational. New York: HarperCollins.
    Warum empfohlen: Einfach zu lesen. Viele Experimente aus der Behavioral Economics. Zeigt die Grenzen des Homo oeconomicus.

Vertiefung (anspruchsvoller)

  • Esser, Hartmut (1993): Soziologie. Allgemeine Grundlagen. Frankfurt/Main: Campus Verlag.
    Für wen: Soziologie-Studierende im Hauptstudium. Esser verbindet Rational Choice mit Soziologie. Akademisch, aber systematisch.
  • Sen, Amartya (1977): “Rational Fools: A Critique of the Behavioral Foundations of Economic Theory”. In: Philosophy & Public Affairs, 6(4), 317-344.
    Für wen: Fortgeschrittene. Sen (Nobelpreisträger) kritisiert den Homo oeconomicus philosophisch. Zeigt, dass Menschen auch moralisch handeln, nicht nur rational.

© 2026 Dr. Stephan Pflaum | Socioloverse.AI | Kategorie: Einfache Sprache

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