Wie prüfe ich systematisch, ob ein KI-Antworttext für eine wissenschaftliche Arbeit taugt? In diesem Beitrag zeige ich einen prüfbaren Minimal- bis Maximal-Pfad – von der 10-Minuten-Checkliste bis zur strengen Prüfung für Haus- und Abschlussarbeiten. Der Leitgedanke: Ich als Forschende*r bzw. Schreibende*r bleibe verantwortlich – KI liefert Vorschläge, ich sichere Qualität.

Hinführung

Große Sprachmodelle (LLMs) können brillant formulieren – und gleichzeitig plausibel Falsches erzeugen (sogenannte Halluzinationen). Das ist kein Ausnahmefehler, sondern systembedingt; darum brauchen wir klare Prüfprozesse und saubere Dokumentation (Ji et al., verlinkt unten). Die folgenden Schritte verbinden Informationskompetenz (CRAAP-Kriterien), wissenschaftsethische Leitlinien (DFG-Kodex) und praxisnahe LLM-Checks aus der aktuellen Forschung. (arXiv)

Minimalpfad (10-Minuten-Check)

Der strenge Prüfpfad (für Haus-/Abschlussarbeiten)

1) Aufgabenklärung & Evaluationskriterien festlegen

2) Reproduzierbarkeit & Protokollierung

3) Faktenprüfung in zwei Wellen

4) Konsistenz- und Logik-Checks

5) Bias-, Perspektiv- und Zweckprüfung

6) Halluzinations-Risiko mindern

7) Ethik, Urheberrecht & Disclosure

Praktische Checkliste (zum Abhaken)

Modellvorschlag (für diesen Workflow)

Forschungstagebuch

Heute habe ich denselben Prompt zweimal gestellt: vormittags und nachmittags. Die zweite Antwort setzte eine andere Definition von „Grounded Theory“ voraus – subtil, aber folgenreich. Erst der Beleg-Abgleich im Originaltext hat die Abweichung sichtbar gemacht. Meine Lehre: Ohne Quellen- und Stabilitätscheck bleibt der beste Stil ein Risiko. (Notiz: Modell/Version/Parameter/Zeitstempel im Protokoll ergänzt.) (library.csuchico.edu)

Leitfragen

Literatur (APA)


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